LinkedIn-Profil

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Wer heute eine Stelle besetzt, schaut sich Kandidaten fast immer auch online an. Ein gepflegtes LinkedIn-Profil ergänzt die Bewerbung und kann dazu führen, dass dich Unternehmen ansprechen, bevor du dich selbst bewirbst. Es muss nicht perfekt sein, aber aktuell und stimmig.

Foto und Hintergrundbild

  • Profilfoto: freundlich, gut ausgeleuchtet, Gesicht gut erkennbar, Kleidung wie im Berufsalltag. Ein Urlaubsfoto oder ein Ausschnitt aus einem Gruppenbild wirkt unprofessionell.
  • Hintergrundbild: Optional, aber ein ruhiges Motiv aus deiner Branche oder deiner Stadt wirkt besser als das Standardbild.

Die Überschrift

Die Überschrift steht unter deinem Namen und erscheint überall, wo du auftauchst: in Suchergebnissen, Kommentaren, Nachrichten. Statt nur „Projektmanager bei Firma X“ kannst du deine Rolle mit einem Schwerpunkt verbinden:

  • „Projektmanagerin Bau | Infrastrukturprojekte in Wien und Niederösterreich“
  • „Controller | Reporting und Budgetplanung im Mittelstand“
  • „Informatikstudent TU Graz | auf der Suche nach einem Praktikum in der Softwareentwicklung“

Der Info-Text

Der Info-Bereich ist die einzige Stelle, an der du frei in eigenen Worten schreibst. Bewährt hat sich:

  • ein, zwei Sätze, was du machst und für wen
  • was dich auszeichnet, mit einem konkreten Beispiel
  • wonach du suchst oder worüber man dich kontaktieren kann

Schreib in der Ich-Form und so, wie du auch im Gespräch reden würdest. Leere Schlagworte wie „teamfähig“, „motiviert“ oder „leidenschaftlich“ sagen wenig, ein konkretes Projekt sagt mehr.

Berufserfahrung

  • pro Station zwei bis vier Punkte mit Ergebnissen, nicht nur Aufgaben
  • Zahlen, wo es geht: Budget, Teamgröße, Kunden, Einsparung
  • Zeiträume und Titel identisch mit dem Lebenslauf, Widersprüche fallen auf
  • Ausbildung, Weiterbildungen und Zertifikate in den eigenen Bereichen ergänzen

Kenntnisse und Suchbegriffe

Recruiter suchen nach Berufsbezeichnungen, Fachbegriffen, Programmen und Orten. Diese Begriffe sollten in Überschrift, Info, Berufserfahrung und bei den Kenntnissen vorkommen. Wähle die Kenntnisse, die zu deinem Ziel passen, und ordne die wichtigsten nach oben.

Netzwerk und Aktivität

  • Mit Kollegen, ehemaligen Kollegen, Studienkollegen und Geschäftspartnern vernetzen
  • Bei Kontaktanfragen an Unbekannte einen Satz dazuschreiben, warum
  • Gelegentlich Beiträge kommentieren oder selbst etwas aus dem Berufsalltag teilen: Das erhöht die Sichtbarkeit, ist aber kein Muss
  • Empfehlungen von früheren Vorgesetzten oder Kunden wirken stärker als eine lange Liste an Bestätigungen

Diskret auf Jobsuche

In den Einstellungen für offene Stellen kannst du angeben, welche Positionen und Orte dich interessieren. Du kannst wählen, ob das nur Recruiter sehen oder alle. Wer noch angestellt ist, sollte die Variante für Recruiter wählen und auf den sichtbaren Rahmen am Profilfoto verzichten.

Außerdem kannst du einstellen, dass dein Netzwerk nicht über jede Profiländerung benachrichtigt wird. Das ist sinnvoll, wenn du dein Profil vor einer Bewerbung stark überarbeitest.

Datenschutz

Private Telefonnummer und Adresse gehören nicht ins öffentliche Profil. In den Einstellungen kannst du festlegen, was Nicht-Kontakte sehen und ob dein Profil in Suchmaschinen erscheint.

Und Xing?

Xing war im deutschsprachigen Raum lange das wichtigste Berufsnetzwerk, hat aber stark an Bedeutung verloren. Für die meisten reicht heute ein gutes LinkedIn-Profil.

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Häufige Fragen

Brauche ich ein LinkedIn-Profil?

Nicht zwingend, aber in vielen Branchen hilft es. Personalverantwortliche schauen sich Bewerber oft online an, und Headhunter suchen gezielt auf LinkedIn. Für Bürojobs, Technik, Beratung und internationale Stellen ist ein Profil fast Standard.

Sieht mein Arbeitgeber, dass ich auf Jobsuche bin?

Wenn du die Funktion für offene Stellen nur für Recruiter freigibst, versucht LinkedIn, sie vor Recruitern deines eigenen Unternehmens zu verbergen. Ganz ausschließen lässt es sich nicht. Den sichtbaren Rahmen am Profilfoto sehen dagegen alle.

Auf Deutsch oder auf Englisch?

Das hängt davon ab, wo du arbeiten möchtest. Für den österreichischen und deutschen Markt reicht Deutsch, für internationale Stellen ist Englisch sinnvoll. LinkedIn erlaubt auch ein zweites Profil in einer anderen Sprache.